Libellen-Lebensräume

Auf dem Sand (DA)

Auf dem Sand (DA)

Dieses größere und voll besonnte Flachgewässer mit üppiger Submersvegetation liegt im NSG „Auf dem Sand“ an der Unteren Gersprenz. Es beherbergt typische wärmeliebende Arten, v.a. ein Massenvorkommen der Feuerlibelle (C. erythraea). Weitere häufige Libellen sind Kleines Granatauge (E. viridulum) und Gr. Blaupfeil (O. cancellatum).

Faulbruch Münster (DA)

Faulbruch Münster (DA)

Dieser wunderschöne Teich mit Wasserhahnenfuß im NSG „Faulbruch von Münster“ liegt eingebettet in Großseggenbestände. Während das von Wald umgebende Gewässer geeignete Bedingungen für die Braune Mosaikjungfer (A. grandis) bietet, kommen in den Seggen Südliche und Glänzende Binsenjungfer (L. barbarus, L. dryas) vor.

Tümpel Hartmannsbornschneise (GG)

Tümpel Hartmannsbornschneise (GG)

Im Mönchbruch finden sich diese vegetationsreichen, aber nur temporär wasserführenden Gräben. Mit diesen Bedingungen kommen nur bestimmte Libellenarten zurecht, wie etwa die Binsenjungfern – von denen hier 3 Arten nachgewiesen werden konnten (L. barbarus, L. sponsa, L. dryas). Als Besonderheit ist hier ein großer Bestand der Südlichen Mosaikjungfer (A. affinis) vorhanden. Es handelt sich bei der mediterranen Art um einen Profiteur des Klimawandels, der erst in jüngerer Vergangenheit in Hessen häufiger nachgewiesen wird.

Schwarzes Wasser Burgwald (MR)

Schwarzes Wasser Burgwald (MR)

Das so genannte Schwarze Wasser liegt oberhalb der Franzosenwiesen im zentralen Burgwald. Es zeichnet sich durch anmoorige und nährstoffarme Verhältnisse aus, die Ufer werden von Torfmoosen, Wollgras und Schwingrasen eingenommen. Dominant ist hier die Kleine Moosjungfer (L. dubia). Mit etwas Glück sind Arktische Smaragdlibelle (S. arctica) und Große Moosjungfer (L. pectoralis) anzutreffen. Typisch sind weiterhin Vierfleck (L. quadrimaculata) und Frühe Adonislibelle (P. nymphula).

Lindensee (GG)

Lindensee (GG)

Diese ehemalige Kiesgrube liegt geschützt im Rüsselsheimer Wald, ist überwiegend flach und weist dementsprechend ausgedehnte Bestände an Wasserpflanzen auf. Die Ufer werden zumeist von Schilfröhricht gesäumt. Obwohl Sonnenbarsche hier sehr häufig sind, beherbergt der Lindensee zahlreiche seltene bzw. gefährdete Libellen, v.a. ein überregional bedeutsames Vorkommen der Zierlichen Moosjungfer (L. caudalis). Weitere besondere Arten sind Spitzenfleck (L. fulva), Keilfleck (A. isosceles) und Früher Schilfjäger (B. pratense).

Rhein-Weschnitz (GG)

Rhein-Weschnitz (GG)

Der Hessische Rhein (hier an der Weschnitzmündung) bietet für eine ganze Reihe von Gomphiden inzwischen wieder gute Lebensbedingungen. An dieser Stelle können im Spülsaum bspw. die Exuvien der Asiatischen Keiljungfer (G. flavipes) gefunden werden. Ebenfalls im Rhein anzutreffen sind die Gemeine Keiljungfer (G. vulgatissimus), die Grüne Flussjungfer (O. cecilia) und die Kleine Zangenlibelle (O. forcipatus).

Libellen in Hessen
Online: http://www.libellen-hessen.de/libellen-in-hessen/lebensraeume/index.php [Datum: 23.08.2017]
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